Das Team
Nachdem der neue Server jetzt läuft und der Life Guard einsatzbereit für die Jury ist, möchten wir unserem Team noch ein Gesicht verleihen und uns kurz vorstellen.
Wenngleich Kreativität oder die „Kreativen“ häufig nur mit dem Kunstbereich in Verbindung gebracht werden, stellt Mobile Computing das Paradebeispiel einer Anwendungsdomäne dar, in der sich kreative Denker sehr wohl fühlen werden. Fast täglich kommen neue Komponenten und Technologien auf den Markt, die es zu verknüpfen gilt, mit denen völlig neue Anwendungen und Services realisiert werden können. Mobile Computing ist dabei nicht nur auf den Bereich Software fokussiert. Vielmehr muss ein Gesamtverständnis über die beteiligten Technologien (Hardware, Software, Kommunikation) aber auch über das gesellschaftliche Umfeld vorhanden sein. Für mobile Geräte gibt es im Gegensatz zum PC keine örtlichen Beschränkungen! Damit können sie überall dort eingesetzt werden, wo sie benötigt werden und rücken damit den Menschen und seine Bedürfnisse wieder in den Vordergrund.
Das Entwicklungsteam des Mobile Life Guards besteht aus zwei Mobile Computing Studenten im sechsten Semester Bachelor, Markus Eder und Florian Lettner. Obgleich beide Teammitglieder denselben Studiengang belegen, liegen die Interessen auf unterschiedlichen Bereichen, was der Entwicklung sehr zu Gute kam. Markus‘ frühere Arbeiten befassen sich mit der Thematik rund um Location Based Services und Geoinformationssystemen sowie Webbasierten Lösungen. Florian hingegen beschäftigt sich seit längerer Zeit mit künstlicher Intelligenz, Sensornetzwerken und Computergrafik. Durch diese Kombination geht ein dynamisches Team mit fundiertem Wissen auf den verschiedensten Gebieten der modernen und vor allem mobilen Informatik hervor, das sich vor allem mit Themengebieten befasst, die weitestgehend unberührt und für die Zukunft vielversprechend sind.
Florian "L'\tty" Lettner

Alter: 22
Studiengang: Mobile Computing (6. Semester)
Interessen: Computergrafik, Machine Learning (Artificial Intelligence), Home Automation, Tontechnik
Skills: C, C++, C#, Symbian C++, Android, JAVA, JAVA ME
Plattformen: Windows XP/Vista, Windows Mobile, Symbian OS, Android
Hobbies: Snowboarden, Aikido, Fitness
Markus "Hotzenplotz" Eder

Alter: 22
Studiengang: Mobile Computing (6. Semester)
Interessen: Location Based Services, Assisted Living
Skills: C, C++, C#, Symbian C++, JAVA
Plattformen: Windows XP/Vista, Windows Mobile, Symbian OS
Hobbies: Fußball, Laufen
Neuer Server & Projektauftrag
Einige Tage sind seit unserem letzten Eintrag vergangen und falls jemand den Life Guard ausprobieren wollte, so musste er feststellen, dass die Notrufe nicht übertragen werden konnten. Dies liegt daran, dass wir an unserem Server ein wenig geschraubt haben bzw. einen neuen Server bekommen haben. Dieser muss erst aufgesetzt und konfiguriert werden und wird in den nächsten zwei Tagen online gehen.
Wir waren in der Zwischenzeit auch nicht untätig und haben diese genutzt, um das Modul zur automatisierten Sturzerkennung mittels Beschleunigungssensoren und Gyrosensoren zu testen. Dieses Modul wird ja in der endgültigen Produktversion zur Unfallerkennung genutzt werden. Das Modul nutzt ein ausgeklügeltes Regelwerk und ist in der Lage rund 95% Prozent aller Stürze richtig zu erkennen und das trotz der eher schlecht ausgesteuerten Beschleunigungssensoren im HTC Touch Diamond. Die neue Version der Software, die als Dienst im Hintergrund des Mobiltelefons laufen wird läuft seit Freitag stabil und ohne einen einzigen Absturz wobei noch ein Drittel der Akkuleistung zur Verfügung steht. Dabei ist zu beachten, dass die Applikation Berechnungen auch im Standby-Modus durchführt, was eigentlich die Akkuleistung stark verschlechtert. Alles in allem sind das sehr gute und vor allem praxisrelevante Ergebnisse.
Des Weiteren freut es mich euch bekannt zu geben, dass wir am Donnerstag ein erstes Meeting mit einem Unternehmer haben, der das System gerne in seinem Industriebetrieb einsetzen möchte.
Externe Module zur Erweiterung der Funktion
Heute möchte ich gerne einige Module vorstellen, um die sich der Life Guard erweitern lässt. Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass nicht alle Benutzer ein Mobiltelefon verwenden, das die benötigte Sensorik zur Verfügung stellt. Auch kann es vorkommen, dass manche Anwendungsfälle eine höhere Genauigkeit brauchen, die unter Umständen mit eingebauten Sensoren nicht erzielt werden kann. Dies stellt allerdings grundsätzlich nicht wirklich ein Problem dar, da es genügend externe handliche Module gibt, die kostengünstig zu erwerben sind und Dank Bluetooth einfach an ein Mobilfunkgerät gekoppelt werden können.
Sensoren zur Sturzerkennung

Bei der Sturzerkennung gilt: Je genauer die Messwerte und der dahinterstehende Algorithmus, desto fehlerfreier die Erkennung. Viele Mobiltelefone wie das HTC Touch Diamond oder Geräte der Samsung Omnia Serie stellen Beschleunigungssensoren zur Messung der eigenen Bewegung auf drei Achsen zur Verfügung. Allerdings ist der Zugriff auf diese Sensoren oft schwierig und auch die Abweichungen können oft größer als erwünscht sein. Für eine noch zuverlässigere Erkennung kann zum Beispiel ein Modul der Firma Xsens (XSens MTx) genutzt werden. Das Modul stellt driftfreie 3D Orientierung als auch kinematische Daten wie 3D Beschleunigung, 3D Rotation und 3D Daten zum erdmagnetischen Feld zur Verfügung.
Ortsbestimmung

Nicht alle Geräte haben ein internes GPS Modul und auch um Akkuleistung zu sparen ist es in machen Situationen empfehlenswert ein externes GPS-Modul zu nutzen. Bluetooth GPS-Mäuse gibts in allen Farben und Größen und sie sind meistens sehr preisgünstig zu erwerben. Wir haben unser System mit Geräten der Firma Holux (Holux GPSlim 236) getestet und sind begeistert. Das Modul liefert zum Teil nämlich auch Daten innerhalb von Geäuden, vorausgesetzt es befindet sich ein Fenster in dem Raum.

Für die Entwicklung der indoor-Ortung sollen vorzugsweise WLAN-Beacons verwendet werden. Bietet ein Gerät noch keine WLAN-Anbindung, so können externe Tags der Firma Ekahau genutzt werden. Diese Module bieten darüber hinaus Schnittstellen für Kommunikation und audiovisueller Signalisierung und kann in das Life Guard System integriert werden.
Weitere Module
Auch Bluetooth-Blutdruckmessgeräte, oder Module zur Messung von Blutzucker sind bereits als Armbänder o.Ä. erhältlich. Diese Anbindungen eigenen sich bestens für die Kombination mit dem Life Guard und werden bei der endgültigen Produktversion unterstützt werden. Der Kunde soll selbst entscheiden, welche Module er wie nutzen möchte. So soll es für verschiedene Module auch unterschiedliche Algorithmen geben, um den Life Guard konkret auf einen Anwendungsfall maßzuschneidern.
Verhandlungen, Kooperationen und Feedback

Wie bereits vor einigen Tagen erwähnt laufen gerade Verhandlungen über die Zusammenarbeit hinsichtlich der Weiterentwicklung des Mobile Life Guard Systems. Unser wichtigster Gesprächspartner ist zu diesem Zeitpunkt Simon Tennant von Buddycloud. Buddycloud ist Teil des OSLO-Projekts und verantwortlich für den Locationsharing Standard XMPP XEP-0255, der gerade an Aufmerksamkeit durch Unternehmen wie Google, Vodafone und Symbian erlangt. Zum OSLO-Projekt zählen bereits mehrere namhafte Firmen, die gemeinsam im Bereich Social Community mit einer Gefolgschaft von 30 Mio. Usern aufwarten können. Weitere Informationen zu OSLO gibts hier.
Die ersten Verhandlungen laufen gut und unser Konzept nimmt langsm Form an. Speziell mit unserer Applikation und den vorgesehenen Entwicklungen im Bereich indoor-Ortung stehen wir als Pioneere an forderster Front. Zu unserem Konzept mit den möglichen Erweiterungen gabs von oberster Ebene eine erste Stellungnahme:
That system would seem to be the most sensible model for a company looking for a reliable service. It would give them a single person to call when there are problems, dedicated support and an SLA to match the requirements.
Wir freuen uns bereits jetzt auf die weitere Zusammenarbeit und sind gespannt, was bei der weiteren Entwicklung raus kommt.
MobileLG zur Unterstützung von Bau- und Fabriksarbeitern
Im Umgang mit schweren Maschinen kommt es von Zeit zu Zeit vor allem im Bau- und Industriegewerbe zu schweren Unfällen bei Wartungsarbeiten. Die Wartungsarbeit wird oft von einzelnen Maschinisten oder Servicearbeitern durchgeführt, die für längere Zeit an den Maschinen arbeiten. Kommt es während den Arbeiten zu einem Zwischenfall, den der Instandhalter nicht alleine bewältigen kann (z.B. er wird von einer Maschine eingeklemmt), so wird er vermutlich erst nach längerem Zeitraum gefunden werden. Mit dem LifeGuard kann er allerdings unverzüglich Hilfe anfordern, selbst wenn er nicht mehr in der Lage ist zu telefonieren. Unser System kann die innerbetriebliche Feuerwehr, den Abteilungsleiter, den Firmenarzt oder die Rettung alarmieren. Dies alles ist eine Sache der Konfiguration.
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